Flüssigkeitsvernebler / Aerosolgeneratoren
VDI 3491

SLG 250, 270 - Monodisperser Aerosolgenerator

Die Kondensations-Aerosolgeneratoren der Serie SLG 250/270 erzeugen monodisperse Aerosole in einem weiten Partikelgrößen- und Konzentrationsbereich. Die Aerosolerzeugung basiert auf dem in der VDI 3491 Blatt 4 aufgeführten Prinzip der gesteuerten heterogenen Kondensation nach Sinclair-LaMer.

Dabei können je nach Wahl des Partikelmaterials Tröpfchen- oder Feststoffaerosole generiert werden.
Das patentierte, innovative Konzept in Verbindung mit dem Einsatz hochwertiger Armaturen und Temperaturregler garantiert ein schnelles und reproduzierbares Einstellen von Partikelgröße und Partikelkonzentration.

Diese Parameter können mit dem Prozess-Aerosolmonitor PAM 510 von Topas kontinuierlich inline gemessen werden.

  • Herstellung monodisperser Aerosole mit reproduzierbar einstellbarer Partikelgröße
  • Partikel sind rund und ungeladen (elektrisch neutral)
  • Hohe Anzahlkonzentration mit hoher Langzeitkonstanz (106 Partikel/cm3)
  • Sehr schnelle und reproduzierbare Einstellung der gewünschten Partikelgröße (0,1…12 µm)
  • Beim Kondensations-Aerosolgenerator  SLG 270 sind  größere Partikelgrößen als beim SLG 250 generierbar durch zusätzliche patentierte Screen-Bypass-Einheit
  • Kalibrierung von Partikelmessgeräten
  • Aerosolforschung
  • Filterprüfung
  • Bestimmung von Abscheidegraden
  • Inhalationsversuche
  • Aerosolflüssigkeit DEHS
    (80 ml, 0,5 l, 1 l, 5 l oder 20 l)
  • Weitere Aerosolsubstanzen wie z.B. DOP oder Emery 3004 auf Anfrage
  • Trocknungsmittel Sorbsil (silica gel)
Aerosolflüssigkeit DEHS / Aerosol Test Liquid DEHS (Topas GmbH)
PAM_510_Topas

Ein HEPA-Filter reinigt das Trägergas (Stickstoff). Im Atomizer (Kernquelle) wird eine NaCl-Lösung durch eine Zweistoffdüse zerstäubt. Der nachgeschaltete Absorptionstrockner entzieht den Tropfen das Wasser, wodurch Salzkristalle zurückbleiben. Die Konzentration dieser Salzkristalle, die als Kerne für die heterogene Kondensation genutzt werden, beträgt etwa 106 … 107 je cm³.
Die Größe der produzierten Partikel wird durch das Verhältnis der vorhandenen Dampfmenge je Kern bestimmt. Die Dampfkonzentration wird auf zwei Wegen eingestellt:

  • Sättigung des Trägergas-Volumenstromes bei einer definierten Temperatur
  • Verdünnung des gesättigten Gasstromes über einen Bypass

Die Sättigung des Gasstromes erfolgt im Saturator. Das Primäraerosol (Salzkerne) “durchblubbert” die Aerosolsubstanz bei einer vorgegebenen Temperatur. Entsprechend Temperatur und Sättigungsdampfdruck stellt sich in den Blasen die Sättigungskonzentration des Dampfes ein.
Der Bypass ermöglicht eine Verdünnung des gesättigten Trägergases – damit lässt sich schnell (unabhängig von hohen Aufheiz- bzw. Abkühlzeiten) die Partikelgröße einstellen.
Im Kondensationskamin kühlt sich das im Reheater überhitzte Dampf-Kern-Gemisch ab, was zur Kondensation des Dampfes auf den Kernen führt.
Für besonders hohe Ansprüche an die Monodispersität wird nur der Kernstrom im Kondensationskamin abgesaugt.
Der SLG 270 ist zusätzlich mit einer Screen-Einheit zur definierten Salzkernreduzierung (Screen) ausgestattet, was die Generierung größerer Partikel ermöglicht (Patent 43 12 983).

 

Einstellbarer Partikelgrößenbereich (aerodynamischer Partikeldurchmesser)
     DEHS 0.1 … 5  (8 µm)
     Carnauba-Wachs 0,1 … 3  (5 µm)
     Stearinsäure 0,1 … 6 (12 µm)
Geometrische Standardabweichung <1.15
Anzahlkonzentration 106 Partikel/cm³
Volumenstrom 200 … 250 l/h
Saturator-Temperatur bis 400 °C
Reheater-Temperatur bis 400 °C
Stromversorgung * 220 VAC / 50 Hz
Stickstoffversorgung 250 l/h / 5 bar
Abmessungen 550 mm x 300 mm x 250 mm
Gewicht 16 kg

*) Das Gerät wird auch für Stromversorgungssysteme mit 110 V geliefert.
(Angaben in Klammern für SLG 270)